Gemeindeinitiative Beromünster
Gunzwil, Neudorf, Schwarzenbach
JA - zur Freihalte- und Grünzone Schlössli Höchi

Der Schlösslihang soll unverbaut bleiben!

 

Raumplanung


1973 Entwurf Raumplanung

Im ersten Entwurf war man sich der sensiblen Lage bewusst. Deswegen wurden die Parzellen der Grünzone zugeteilt. Damals war klar: Dort darf nicht gebaut werden.

1975 Zonenplan

Im Zonenplan 1975 wurde das Gebiet trotzdem in eine Bauzone überwiesen. Warum dies geschah, ist unklar, da die Gemeinde uns die Akteneinsicht verweitert.

1980 Raumplanungsgesetz

1980 trat das eidgenössische Raumplanungsgesetz in Kraft. Ab diesem Moment war der Zonenplan von 1975 nicht mehr gültig, da die Bauzonen viel zu gross waren. Der Kanton forderte eine Rückzonung der Parzellen, die seit 1975 nicht bebaut wurden. Daher ist es baurechtlich irrelevant, dass die Parzellen vorher kurzzeitig eingezont waren.

Teilrevision 1992

Bei der Teilrevision 1992 rieten der Kanton und Planer vor einer Überbauung in diesem Gebiet ab. Die geplante Zonenzuweisung wurde vom Kanton nicht genehmigt und bis zur nächsten Nutzungsplanung Als Kompromiss wurde das Gebiet zurückgestuft: 2. Etappe und Gestaltungsplanpflicht.ausgesetzt Bundesrechtlich bedeutet dies, dass die Parzellen kein Bauland  und der Landwirtschaftszone gleichgestellt sind.

2004 Teilrevision

Die Nutzungsplanung, bzw. Teilrevision der Ortsplanung fand erst 2004 statt. Dabei wurden die Parzellen entgegen den Empfehlungen des Kantons der Landhauszone, 2. Etappe mit Gestaltungsplanpflicht zugewiesen. Iwurde im Bau und Zonenreglement (BZR) wurde festgehalten, dass Parzellen in der 2. Etappe nach 10 Jahren definitiv in die Landwirtschaftszone zurückzuführen sind.

2013 Raumplanungsgesetz 1 (RPG1)

2013 nahmen die Stimmberechtigten der Schweiz das Raumplanungsgesetz 1 an. Das Ziel war, eine innere Verdichtung und ein haushälterischer Umgang mit dem Bauland. Die Gemeinden waren verpflichtet, auf dem gesamten Gemeindegebiet zu prüfen, ob eingezonte Parzellen für eine solche Innenverdichtung in Frage kommen. Eine Landhauszone mit lockerer Bebauung steht im Widerspruch zu den Zielen von RPG1.

2013 Beginn der Ortsplanungsrevision

Gemäss Planungsbericht gibt es keine Aussagen ob die Parzellen RPG1 tauglich sind. Auch werden die öffentlichen Interessen nicht berücksichtigt.

ISOS – Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (Bundesinventar)

Bei der Ortsplanungsrevision wurde das ISOS als wichtige Grundlage weder berücksichtigt, noch aktualisiert. Gemäss dem Bundesgerichtsentscheid von 2009 ist das ISOS jedoch zwingend zu berücksichtigen.

Da das ISOS nur den Ortsteil Beromünster erfasst und an der Gemeindegrenze endet, fehlen wichtige Aussagen zum Schlössli und der Waldkathedrale (beide Gemeinde Gunzwil). Das ISOS macht nicht nur Aussagen zum bebauten Gebiet, sondern zur siedlungsnahen Landschaft.

Dies ist ein klares Versäumnis der Gemeinde und des Kantons.


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Entwurf Raumplanung 1973

Im ersten Entwurf war man sich der sensiblen Lage bewusst. Deswegen wurden die Parzellen der Grünzone zugeteilt. Damals war klar: Dort darf nicht gebaut werden.

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Unser Anliegen

Das Inititativkomitee „IG Baukultur“ findet, dass alle Bürgerinnen und Bürger von Beromünster das Recht haben sollen, darüber zu entscheiden, ob der Schlösslihang ein naturnahes Stück Wiesland mit altem Obstbaumbestand, ein Naherholungsgebiet für alle bleiben kann oder ob unsere schützenswerte Landschaft, bzw. geschütztes Ortsbild mit Waldkathedrale, Stift, Fläcke durch monströse Einfamilienhäuser für Generationen beeinträchtigt und verschandelt wird. Das Initiativkomitee „IG Baukultur“ fordert, dass die Parzellen südlich des Fusswegs zum Schlössliwald ausgezont und somit nicht mehr überbaut werden können. Die Parzelle zwischen dem Fussweg und dem Schlössliweg soll jedoch weiterhin in der Wohnzone verbleiben. Bei Annahme der Gemeindeintiative sind die Baugesuche der Schenker und Schenker AG zu sistieren und der Gestaltungsplan entsprechend zu überarbeiten. Die Gemeindeinitiative „Ja, zur Freihalte- und Grünzone Schlössli Höchi“ soll zeitgleich, d.h. als Teil der Ortsplanungsrevision zur Abstimmung gebracht werden.

 

Wir wollen uns die freie Sicht auf unser Kulturerbe nicht nehmen lassen!

Unterstützen Sie uns im Kampf um ein Stück Alt-Möischter und gegen die Verschandelung unseres Ortsbildes

„JA - zur Freihalte- und Grünzone Schlössli Höchi“!

Argumente

  • Ja, zum unbebauten Schlösslihügel
  • Ja, zur Freihaltezone Schlössli Höchi
  • Ja, zum Schutz unserer wertvollen Kultur- und Naturlandschaften Schlössli mit Wiesland und Obstbäumen
  • Ja, zum ungeschmälerten Weiterbestand des Schlössli-Fusswegs
  • Ja, zur freien Sicht über Stift und Flecken zum Lindenberg

denn:

  • Das Errichten von riesigen Einfamilienhäusern auf Kulturland leistet keinen Beitrag zur inneren Verdichtung und zukunftsfähigem Wohnen
  • Das Bauprojekt Schlössli Höchi zerstört unsere Kultur- und Naturlandschaft  im Umkreis der geschützten Waldkathedrale und missachtet die historische Verbindung zwischen Stift und Schlössliwald.
  • Das Naherholungsgebiet Schlössli soll für alle und nicht für wenige sein.
  • Ein Planungsfehler von 1975 darf nicht 50 Jahre später zementiert werden.

Unsere Kulturgüter

Der Spazierweg ist bereits auf dem Merianstich von 1642 sichtbar. Dieser verbindet ursprünglich das Chorherrenstift mit dem Schlössli und weiter die Waldkathedrale. Custos Ludwig Helmlin errichtete als Dank für die geglückte Pilgerreise auf dem Hügel eine Ölbergkappelle (abgebrochen) und das Jerusalemkreuz (geschützt). Dieser Weg ist im Inventar der historischen Verkehrswege und die letzte naturbelassene, unbebaute Verbindung zwischen dem Chorherrenstift und der Waldkathedrale. Beide sind Kulturgüter von nationaler Bedeutung und geniessen den höchsten Schutz.

Unsere Heimat

Der Weg markiert die wichtige Trennung zwischen Siedlung und Landschaft. Moränenhügel sind in Beromünster typischerweise nicht bebaut und geschützt. Nur einzelne Höfe oder Schlösschen liegen verstreut auf ihren Kuppen.
Die "Bänklialp" ist heute ein wichtiges Element des Radioweges und des Ortsmarketings. Von dort geniesst man einen schönen Postkartenblick auf die eindrückliche Stiftskirche, die Propstei, die Wälder und Hügelzüge mit den Sommerschlösschen. Genauso ist der Weg für viele von uns am frühen Auffahrtsmorgen ein liebgewonnenes Teilstück.

Chronologie

Beim ersten Zonenplanentwurf 1973 war der Hang als Grünzone ausgewiesen. Auf Wunsch der Eigentümer wurde dieser 1975 in eine Bauzone umgezont. Es wurde nie darauf gebaut und das Land weiterverkauft. Erst 2012 wurden mit den Planungsarbeiten begonnen. 2019 gab das Verwaltungsgericht der Klägerin recht, dass der Gestaltungsplan nicht bewilligt werden darf. Kurz vor der 2. Ortsplanungsrevision wurde wiederum ein Gestaltungsplan eingereicht, der nun rechtskräftig ist. Aus unserer Sicht fehlte bei der Ortsplanungsrevision eine unabhängige Prüfung und Festlegung der Bebauungskriterien für die Parzellen 263, 264 und 732.




Jahrtausendelang vom Gletscher geformt, jahrhundertelang von den Menschen gepflegt,
in kurzer Zeit vom Investor zerstört.

Der Schlösslihang soll unverbaut bleiben!

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